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Foto Esche Das Lokal

Foto Esche Foto Esche Man glaubt zu träumen, wenn man, vom Kaiser-Josef-Platz kommend, das Glacis, an den hohen Häusern mit den Nummern 61 bis 65 vorbei, entlanggeht und sich als geschichtsbewusster Mensch vor Augen hält, welch prominente Leute in diesen Häusern im vergangenen Jahrhundert aus und ein gingen.

Da wohnte etwa im Haus Foto Esche Nr. 61 der k. k. General der Kavallerie Herzog Alexander von Württemberg, der Großvater der Queen Mary, die anlässlich eines Graz-Aufenthaltes bei ihren Verwandten logierte, und der hier übrigens auch bei Conrad Kreutzer Zeichenunterricht nahm. Im selben Haus besuchte Robert Musil oft seine Großeltern, die in Graz ihre letzten Lebensjahre verbrachten und an denen er sehr hing. Im Haus Nr. 65 wohnte von 1898 bis 1917 der Komponist des Evangelimann, Wilhelm Kienzl, der im übrigen von seiner Wohnung aus direkt zu seinem Freund Peter Rosegger in die Burggasse hinüberschauen konnte.

Und Foto Esche Foto Esche plötzlich tut sich zwischen diesen mächtigen Häusern eine Lücke auf, die, verschämt verborgen hinter einer Mauer, durch ein kleines Tor zum Betreten eines intimen kleinen Hofes einlädt. Wagt man den Schritt durch dieses Tor, steht man mit staunendem Auge vor einem der bezauberndsten Spätbiedermeierhäuser von Graz, in dem die Gaststätte Eschenlaube ihre Gäste anlockt. Einige Jahre war es still um dieses alteingesessene Juwel, vor allem um seine gute Küche, aber jetzt Foto Esche erstrahlt es im wahrsten Sinn des Wortes in neuer Pracht. In dem lieblichen Gebäude, vor dem es im Sommer einen gastlichen Garten gibt, locken Foto Esche wiederum Speis und Trank von hoher Qualität.

Die Eschenlaube war ursprünglich im Jahr 1795 als Pferdestall erbaut worden. Danach wurde eine Saliterie eingerichtet, in der man u. a. Schießpulver aus Salpeter erzeugte und die sich bis zur Haydngasse hinzog. Die Saliterie, die übrigens 1809 von den Truppen Napoleons besetzt wurde, die von hier aus u. a. den Schlossberg beschossen, und - so berichtet ein Chronist - am 13. Juni 1809 Schlag 12 Uhr das östliche Zifferblatt des Uhrturms trafen. Im Jahr 1858 wurde das kleine Gebäude erstmals Foto Esche ein Gasthaus, das eine große Tradition entwickelte.

Glücklicherweise wurde es 1985, obwohl schon sehr baufällig, unter Denkmalschutz gestellt; nunmehr ist es, von Grund auf renoviert und von einem professionellen Team geführt, als Beisl mit besonderem Flair wiedereröffnet worden. Niemand sollte sich daran hindern lassen, der neuen, alten Eschenlaube seine Referenz zu erweisen und vor allem die hervorragende internationale Küche zu genießen.



Text mit freundlicher Genehmigung, Johannes Koren